Gegen den Hausärztemangel: docSH erweitert Mentoring-Angebot

Medienmitteilung

Erweiterung Mentoring-Angebot

Der Weg zur hausärztlichen Tätigkeit ist lang und anspruchsvoll. Um angehende Medizinerinnen und Mediziner in jeder Phase ihrer Laufbahn zu unterstützen, bauen die Spitäler Schaffhausen und der Verein docSH ihr erfolgreiches Mentoring-Programm aus. Ein Experten-Pool und eine neue Spitalmentorin Hausarztmedizin sollen zur Stärkung der Hausarztmedizin im Kanton beitragen.

Wer als Hausärztin oder Hausarzt arbeitet, hat einen langen Weg hinter sich: Von der Kantonsschule über das Medizinstudium und die Facharztausbildung bis hin zur Selbständigkeit oder Anstellung bei einer Praxis. Auf diesem Weg sind angehende Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner mit Fragen, Herausforderungen oder Zweifeln konfrontiert. Sei es die Studienwahl, die anspruchsvolle Assistenzzeit oder die Frage nach den Vorteilen einer eigenen Praxis – in diesen Phasen ist eine erfahrene Begleitung, die motiviert und Fragen beantwortet, besonders wertvoll.

Die Spitäler Schaffhausen und der Verein docSH bieten deshalb bereits seit 2019 ein Mentoring-Programm für Assistenzärztinnen und -ärzte an, das nun für weitere Zielgruppen geöffnet und inhaltlich ausgebaut wird.

 

Vom Schüler bis zur Hausärztin: Ein Netzwerk für alle Phasen

«Wir möchten die hausärztliche Versorgung im Kanton langfristig gewährleisten», sagt docSH-Geschäftsführer Arie Späth. «Schaffen wir es, mehr Menschen aus der Region für ein Medizinstudium zu motivieren, für den spannenden Hausärzteberuf zu begeistern und über schwierige Momente hinwegzuhelfen, profitiert in Zeiten des Hausärztemangels die Allgemeinheit.»

Zu diesem Zweck hat docSH das Mentoring-Programm neu organisiert und geöffnet. Interessierte vom Kantonsschüler bis zur berufstätigen Hausärztin sollen passende Ansprechpersonen finden – sei es für einen niederschwelligen, einmaligen Austausch oder eine längerfristige Begleitung. Neben dem bisherigen Mentoring, das sich an Assistenzärztinnen und -ärzte an den Spitälern Schaffhausen richtet, wurde ein Mentoring-Pool gebildet. «Wir freuen uns sehr, dass wir eine ideale Zusammensetzung aus Medizinstudierenden, erfahrenen Hausärztinnen und Spitalärzten für diese Aufgabe gewinnen konnten», so Späth.

Carolin Seifert wird neue Spitalmentorin Hausarztmedizin

Pünktlich zur Neulancierung des Mentoring-Programms stellen docSH und die Spitäler Schaffhausen auch eine neue Spitalmentorin Hausarztmedizin vor. Carolin Seifert, selbständige Hausärztin in Dachsen, tritt die Position im November an. «Sie ist für uns eine Idealbesetzung», freut sich Arie Späth. «Als Mitgründerin des Schaffhauser Stammtisches der Jungen Haus- und KinderärztInnen Schweiz und Lehrärztin für die Universitäten Zürich und Bern ist sie bereits bestens vernetzt. Dank ihren Zusatzausbildungen in verschiedenen Bereichen hat sie zudem ein breites Verständnis des Berufs und kann Interessierten Orientierung bieten.»

Mit dem Ausbau des Mentoring-Programms setzt der Verein docSH ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Gesundheitsversorgung. Interessierte können sich ab sofort direkt beim Verein docSH mit ihrem Anliegen melden und erhalten eine passende Ansprechperson zugeteilt.